Den Freunden progressiver Musik ist Transatlantic mit Sicherheit ein Begriff: Es handelt sich um eine Supergroup bestehend aus Dream Theater- Drummer Mike Portnoy, Marillion- Basser Pete Trewavas, Flower Kings- Gitarristen Roine Stolt und nicht zuletzt dem Sänger und Keyboarder Neal Morse. Und zu allem Überfluss spielt live noch Pain Of Salvation- Frontmann Daniel Gildenlöw mit.
Flo und ich haben gestern in der Rockhal in Esch-sur-Alzette diese Supergroup live gesehen. Das erste Set bestand aus dem aktuellen Album “The Whirlwind”, das laut eigener Aussage ein einziger, 77-minütiger Monstersong ist, den die Herren natürlich auch komplett gespielt haben. Sehr schönes Stück, mit einem ganzen Haufen cooler Themen und Ideen. Nach der Pause spielten sie ein ähnlich langes Set, diesmal allerdings mit gleich drei Liedern: den beiden Longtracks All Of The Above, Duel With The Devil und der Weltklasse-Ballade We All Need Some Light, übrigens mit sehr schönem Akustikgitarrensolo von Neal Morse. Die Herren auf der Bühne haben nicht nur erstklassige Leistungen auf ihren Instrumenten abgeliefert, sondern dabei noch echt unterhaltsame Gimmicks eingebaut: Zum Beispiel haben alle mitten während dem Klaviersolo von All Of The Above kurz innegehalten, den Mc-Donalds-Werbejingle gesungen und dann weitergespielt. Übrigens ist Basser Pete so klein, dass er noch nicht einmal an der Akustikgitarre beikommt und Drummer Mike sollte besser keine Mallets spielen, er macht nämlich Kleinholz draus.
Richtig lustig wurde es dann aber erst bei der zweiten Zugabe, dem Longtrack Stranger in Your Soul: Irgendwo in der Mitte gibt es ein richtig fetziges Uptempo-Riff, und da Keyboarder Neal Morse grade nix zu tun hatte ging er rüber zu Mike Portnoy, löste ihn während dem Spielen nahtlos an den Drums ab, Basser Pete ging stattdessen an die Keyboards und Meister Portnoy trieb derweil das Publikum an.
Insgesamt haben Transatlantic gut über 3 Stunden gespielt, da kriegt man noch was für sein Geld! Supergeniales Konzert…
[...] Ich fand diese Entwicklung ziemlich interessant, und als ich Daniel Gildenlöw dann noch mit Transatlantic live gesehen und einmal mehr für genial befunden habe, musste ich mir die RS1 natürlich direkt kaufen [...]