Gestern haben wir zusammen mit Soulfly, Caliban, Neaera, Sodom, Haggard und vielen mehr auf dem Rock Area Festival in Losheim gespielt. Da es irgendwann langweilig wird, immer zu bloggen dass wir mal wieder einen richtig guten Auftritt hingelegt haben, das Publikum im Großen und Ganzen meinen Erwartungen entsprochen hat, und ich jetzt fürchterliche Nackenschmerzen habe, berichte ich einfach mal über ein paar ungeordnete Begebenheiten rund um den eigentlichen Auftritt:
- Während den Auftritten von uns und danach Wanderreigen hat sich das Zelt immer mehr gefüllt. Danach haben Schacht es erfolgreich geschafft, die Bude zu leeren.
- Ein vollgepacktes Auto auf einer abschüssigen Wiese und fünf Meter dahinter der See – diese Kombination kann schonmal etwas Angstschweiß hervorrufen.
- Schonmal nachts auf einem Autobahnparkplatz an einer Plastikbake eine Flasche Urpils aufgemacht? Ich schon!
- Auch auf so einem großen Festival kann es passieren dass einfach so während dem Lied ein Mikrofon den Dienst versagt.
- Orangefarbene Plüschanzüge sind schwer im Kommen – genau so wie Bademäntel.
- Der Drummer von Nocturnal Opera darf sich jetzt stolzer Besitzer eines giftgrünen IKEA-Kissens mit Kükenaufdruck nennen.
- Und: Bei Innuendo wird von Konzert zu Konzert immer mehr geshoutet.

Ich war auch auf dem diesjährigen Rockarea-Festival und war total geschockt, als ich die Band Innuendo gesehen habe, die hier auf der Seit auch noch als gut befunden wurde. Die waren echt das Schlechteste, was ich seit vielen Jahren gesehen hatte. Die Sängerin, ein kleines Mädchen, versuchte sich an einer wirklich großartigen Nummer von Evanescence und ist kläglich gescheitert. Die gesamte Band wirkte derart statisch, als ob sie das erste Mal vor der Bühne stand. Sie hatten zwar viele Zuhörer – die wußten aber zuvor nicht, was auf sie zukam und die meisten warteten sowieso auf die nachfolgenden Wanderreigen! Hätte Innuendo nach Wanderreigen gespielt, sie hätte das Zelt komplett leer gefegt, noch schneller als die nachfolgende Band Schacht, die mich mit ihren eigenen Sachen ehrlich gesagt mehr in ihren Bann gezogen hat!!! Liebe Grüße, Björn
hallo björn,
es ist schade dass dir unsere musik nicht gefallen hat, aber auch nicht weiter verwunderlich, wenn du von schacht in den bann gezogen wurdest, manche hören halt lieber industrial als etwas filigranere musik, und können mit odd-times dann sowieso schonmal nicht anfangen. is nunmal so, und soll auch kein vorwurf sein. aus diesem grund gibts auf festivals oft mehrere bühnen mit verschiedenen angeboten.
aber der großteil der zuhörer sah – von oben betrachtet – nicht so aus als warteten sie nur auf wanderreigen, und einige von denen haben auch positive rückmeldung gegeben, insofern projezierst du mit der aussage, wir hätten das zelt komplett leer gefegt wohl deine meinung etwas voreilig auf dein umfeld.
unsere sängerin an ihrer körpergröße zu beurteilen ist ehrlich gesagt absolut unterste schublade, da brauch ich gar nich weiter darauf einzugehen. aber mich würde mal interessieren, was das klägliche scheitern in bring me to life ausmacht. hast du da irgendwelche konstruktiven kritikpunkte, an denen man arbeiten kann oder wolltest du dadurch nur deine gesamtmeinung über uns unterstreichen? und übrigens, der rest der band hat sich auch an diesem lied versucht!
würde mich freuen wenn du deine kritik etwas konkreter und konstruktiver ausführen könntest, vielleicht hast du ja in der hinsicht wirklich was zu sagen, was für uns wichtig sein kann.
liebe grüße, david