Die letzten beiden Abende war ich auf Konzerten, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Katie Melua
Am Dienstag (12.8.) besuchte ich mit meinen Eltern und meiner Schwester Victoria ein Konzert von Katie Melua in der Arena in Trier. Victoria und ich hatten Stehplätze und suchten uns eine ganz nette Stelle mit recht annehmbarer Bühnensicht. Pünktlich um 20 Uhr begann die „Vorband“ Matthias Kellner, der mit Gesang und Gitarre einige Liedchen vortrug. War gut, wenn auch etwas eintönig… Nach einer (m.E. vermeidbaren) Umbaupause betrat Katies Band (mit der Besetzung Klavier – E-Gitarre – Bass – Drums – Hammondorgel/Violine etc.) die Bühne. Ein sehr bluesiges Instrumentalvorspiel ging nahtlos in „Crawling Up A Hill“ über, als die in Georgien geborene Londonerin die Bühne betrat. Erstaunlicherweise war ein großer Anteil des Sets sehr jazzig oder bluesig angehaucht, und Katie machte richtig Stimmung. Sie spielte einen sehr gelungenen Querschnitt durch alle Alben, und von „The Closest Thing To Crazy“ über „Spider’s Web“ bis zu „Perfect Circle“ waren alle meine Lieblingslieder dabei. Musikalisch überzeugte das Konzert voll und ganz: Katie sang fantastisch, und ihre Band war ausnahmslos richtig gut, besonders Gitarrist und Pianist spielten eine ganze Reihe fantastischer Solos. Katie Melua ist live absolut zu empfehlen!

Killswitch Engage
Das Konzert am darauffolgenden Mittwoch (13.8.) hatte nichts mehr mit den sanften Balladen des Vorabends zu tun: in Wiesbaden spielten Killswitch Engage. Zusammen mit Helena, Martin und Flo (alles Innuendos) sahen wir uns die unumstrittenen Könige des Metalcore an. Als wir im Schlachthof ankamen, spielte bereits eine lokale Supportband. Nach Geschäften am Merchstand und der Pipibox standen wir rechtzeitig zum Beginn der nächsten Band im Publikum. Das waren immerhin die dann doch recht bekannten As I Lay Dying, die schon ein sehr ordentliches Konzert ablieferten, und von „94 Hours“ bis „The Sound Of Truth“ alle besonderen Kracher spielten. In der Umbaupause nutzten wir dann die Gelegenheit und gingen nach vorne. Wie zu erwarten, begannen Killswitch mit dem absolut fantastischen „Daylight Dies“ als Opener. Das Publikum hielt nun nichts mehr auf ihren Plätzen, und Flos Brille hielt nichts mehr auf der Nase, weshalb er nach deren Rettung den Rest des Konzerts von etwas weiter hinten verfolgte. Derweil spielten Killswitch einen Hammersong nach dem anderen, und bei uns in der zweiten Reihe ging es ziemlich ab. Mit Songs wie „Rose Of Sharyn“, „This Is Absolution“ oder „My Last Serenade“ feuerten sie eine Breitwand nach der nächsten ab, und brachten die Menge zum Kochen. Alle fünf bewiesen dabei großes musikalisches Talent, und ihr Livesounds ist mit der Beste, den ich je gehört habe. Ein ganz besonderer Höhepunkt war wohl „The End Of Heartache“ das wir mit Innuendo auch schon ein paar mal live gespielt haben. Zur letzten Zugabe „Holy Diver“ warf die Band Partyhütchen ins Publikum und ließ ihre Roadcrew auf die Bühne, um das Ende der allerletzten Headliner-Show vor der Aufnahme des nächsten Albums (ja, ein historisches Konzert! ^^) zu feiern. Dann traten wir nass geschwitzt und heiser geschrien, aber glücklich den Heimweg an.
Ein Fazit der Kontrast-Konzert-Tage: bei Katie war es ja schon richtig geil… aber Killswitch Engage haben alles übertroffen und haben Iron Maiden vom Platz 1 der ewigen Konzert-Bestenliste verdrängt.
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