Abi: Director’s Cut

11 06 2008

Nach acht Wochen Faulenzen wurde es heute ein allerletztes Mal für mein Abitur ernst: die mündliche Prüfung in Erdkunde. Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, wie es um meinen Leistungshorizont in diesem Fach üblicherweise bestellt ist.

Ich war für meine Verhältnisse gut vorbereitet, besonders zum Thema Ruhrgebiet, dass durch einen glücklichen Zufall dann auch das Thema meiner Erstprüfung war. Die Zweitprüferin ließ mich dann an der Karte die Landschaftsgürtel der Erde zeigen, und das hat auch ganz gut geklappt. Hätte ich nicht gesagt: “das hier ist Spanien, da gibt es… ähm… Ach, hier in Florida schließt sich dann übrigens subtropischer Regenwald an!” hätte es wohl noch besser geklappt. Von der gar nicht so prallen Entstehung von Sandwüsten schwenkte die Prüferin dann schnell um auf Regenwald, Shifting Cultivation und Plantagen, wo mir leider als ökologische Nachteile von Erntemaschinen nur Abgase und Eintrag von Maschinenöl in den Boden einfielen, nicht aber die durchaus logische Bodenverdichtung. Herr Hammerschmitts Miene wurde immer grimmiger, und gegen Ende stand ich sogar so auf dem Schlauch dass ich die Richtung des Passats auf der Nordhalbkugel erst nach mehreren Anläufen richtig geraten hatte.

Soll heißen, mein Gefühl war gar nicht mal das beste, als ich den Prüfungsraum verließ. Ein paar Stunden (und Bier) später überreichte der Chief Major Instructional Teacher Seargant Headmaster of Prüfungskommission Whatever jedem einzelnen Schüler sein Zettelchen mit den Ergebnissen und dem erstmals errechenbaren Gesamt-Abischnitt.

Ich wurde aufgerufen, ging nach vorne, und da sagte der Mensch doch tatsächlich: “Glückwunsch, 1,9!” Ich hatte ja schon nicht mehr damit gerechnet, aber am Ende war meine Erdkundeprüfung dann wohl doch noch eine 11 wert!


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