Städte-Stöckchen

22 04 2008

Gerade lese ich beim Thomas das neuste Stöckchen und denke mir so „dazu will ich nichts schreiben, das sieht nach Arbeit aus“, da wirft der mir das doch tatsächlich zu! Ok, dann antworte ich halt doch, wenn auch ohne irgendeinen Anspruch auf sowas wie Vollständigkeit:

Frage 1:
In welchen Städten bist du schon gewesen?

Saarland: Dillingen, Homburg, Lebach, Merzig, Neunkirchen, Saarbrücken, Saarlouis, St Ingbert, St Wendel, Sulzbach, Völklingen

Deutschland: Aachen, Berlin, Birkenfeld, Bonn, Bremen, Dresden, Essen, Frankfurt/Main, Frankfurt/Oder, Freiburg, Hamburg, Hannover, Idar-Oberstein, Kaiserslautern, Kiel, Koblenz, Köln, Konstanz, Ludwigshafen, Mannheim, München, Münster, Neuwied, Nürnberg, Speyer, Stuttgart, Trier, Wilhelmshaven, Wolfsburg, Würzburg, Zweibrücken

Welt: Aix en Provence, Arles, Asissi, Avignon, Barcelona, Bern, Bled, Bovec, Calgary, Cambridge, Dingle, Edinburgh, Florenz, Glasgow, Göteborg, Killarney, Kenmare, Ljubiljana, London, Luxembourg, Luzern, Oslo, Paris, Pisa, Rejkjavik, Rom, San Giminiano, Vancouver, Vänersborg, Victoria, Warschau, York

Frage 2:
Welche Stadt (nicht die, in der du Wohnst!) gefällt dir am besten?

Barcelona, Bremen, Dingle, London, Paris, Rom

Frage 3:
Welche Stadt hat dir gar nicht gefallen?

Völklingen

Frage 4:
Welches ist dein Reisemittel um die Städte zu erreichen?

Sehr unterschiedlich… von Wanderschuhen bis Flugzeug alles schon da gewesen!

Frage 5:
Welche Stadt willst du unbedingt noch sehen?

Dublin, Hong Kong, Los Angeles, New York, Riga, Singapur, Tortuga, Wanne-Eickel

Frage 6:
Wer bekommt den Stock?

Jan, Mo und der Schneyra.





Abi die Dritte

16 04 2008

Heute war mein letztes Abi: Musik. Da ich abgestuft habe und daher nur 3,5 statt 5 Stunden geschrieben habe gibt es heute logischerweise auch nur noch 3,5 finale Wahrheiten über das Abi:

11. Wer Musik lernt, ist selber schuld. Die 2 Stunden, die ich mit meinem Musikordner vor der Nase verbracht habe, waren total umsonst. Aufgabe A konnte ich auch ohne gelernt zu haben, und Aufgabe B hätt ich auch nicht besser gekonnt wenn ich mehr gelernt hätte.

12. Wer braucht schon Ersatzbatterien? Ich für 3,5 Stunden Musikabi nicht. Die Batterien hatten zwar schon eine Kursarbeit hinter sich, aber für die CD abzuspielen hats trotzdem noch locker gereicht.

13. Beim letzten Abi ist der Direktor aufgeregter als die Abiturienten. Der Mann hat heute vor der Prüfung irgendwie kaum einen flüssigen Satz heraus bekommen, sehr flach geatmet und so weiter. Warum?

13,5. Und nun die finale, alles entscheidende Halbwahrheit: So schlimm ist das Abi auch wieder nicht! Auch wenn ich es vor 2 Wochen noch nicht geglaubt hätte, es ist eigentlich vom Druck, vom Schwierigkeitsgrad und von der Konzentration nichts härteres als eine LK-Arbeit. Dauert halt nur länger!

Der Konsens aus den heutigen Erkenntnissen lautet: ich bin echt froh fertig zu sein, auch wenn ich bei meinem Musik Abi nicht grade das beste Gefühl habe. Das neoklassizistische Kyrie aus Aufgabe A war ja echt total machbar, da sollte ich ordentlich gepunktet haben. Aber mit diesem scheiß Klavierstück in Aufgabe B habe ich dann schon sehr viel weniger anfangen können, beziehungsweise mit den total bescheuerten Fragen dazu. Aber der Rest meines Kurses übrigens auch nicht.





Entschulgigung- Dedichte

15 04 2008

Mit diesen Suchbegriffen ist $suchmaschinenbenutzer auf meinem Blog fündig geworden. Der Hardcore-Lern-Biologe in mir sagt: da hat wohl eine Translokation stattgefunden, ein Crossing Over hat die Gene „d“ und „g“ der beiden nicht homologen Chromosomen „Entschuldigung“ und „Gedichte“ miteinander vertauscht. Der Blogger in mir ist einfach nur erleichtert, dass ich keines dieser Unsinn-Worte selbst verbrochen habe, „Entschulgigung“ stammt aus einem Kommentar, und zu “Dedichte“ gab es vor diesem Eintrag überhaupt keine Treffer.





Beneath Your Blindfold

14 04 2008

Wie der ein oder andere bestimmt weiß, steuern wir die Titelmusik zum gerade entstehenden Spielfilm „Justitias Wille“ bei. Dessen Regisseur Sascha Safdar hat gestern mit uns das dazugehörige Musikvideo gedreht.

Beim Dreh für \"Beneath Your Blindfold\".Zuerst drehten wir in Schmelz ein paar Einstellungen im Freien: Close-Ups von Hannah, Flo, Martin und mir. Die coolen Instrumente halt ;-) . Das war schonmal so weit ganz lustig mit Nebelmaschine, Windmaschine (a.k.a. Haartrockner) und so weiter. Bis auf ein paar Tröpfchen hielt sogar das Wetter.

Nach einem Snack im Lebacher Mäckes, wo die Bedienungen übrigens noch nicht einmal die korrekten Bezeichnungen ihrer Produkte kennen, fuhren wir dann durch sintflutartigen Regen nach Reisbach. Nicht zuletzt dank meiner Schönwetter-Pornobrille hatte sich der Niederschlag hier bereits wieder in ein seichtes Tröpfeln verwandelt.

In einer alten Montagehalle, in der heute die Opel Gang wohnt, fand der zweite Teil unseres Drehs statt. Zuerst wurden ein paar Autos aus dem Weg gefahren, die eigentlich gar nicht aussahen als könnten sie das noch. Während Daniel und Julian ihre Instrumente aufbauten, hing Regisseur Sascha sich erst mal an den riesigen Kran der Halle. Als alles dann bereit war, filmte er die ersten Durchgänge von dort oben, etwa 10 Meter über uns. Es folgten noch ein paar Einstellungen mit Kamerakran und Steadicam™, und schon waren wir zwar im T-Shirt halb erfroren, aber auch fertig. Soweit ich das beurteilen kann, hat Sascha gestern viel gutes Material gewonnen, das aller Vorraussicht nach zum zweiten richtig guten Musikvideo von Innuendo werden wird.





Abi die Zweite

11 04 2008

Heute war das Abi, für das ich mit Abstand am meisten gemacht habe: Bio. Und selbstverständlich bin ich in dieser Prüfung dem Sinn des Abiturs weitere fünf Schritte näher gekommen:

6. Es muss viel passieren, bevor man den Nachtermin als Option in Betracht zieht. Als der Direktor heute vor Beginn sagte, wenn man sich nicht wohl fühle, könne man sich noch einen Moment lang überlegen, ob man die Prüfung annehmen soll. Mein rechtes Ohr fragte hämisch: „Bist du dir sicher, dass du schreiben kannst?“ Aber ich war gut vorbereitet und wollte schreiben, egal wie weh das Ohr tut. Und das war auch gut so.

7. Hardcore sein ist einsam: Nach 11:30 Uhr waren wir nur noch 6 Abiturienten, die im riesigen Zeichensaal für ihr Abi schwitzten. Die 15 anderen hatten abgestuft.

8. Blutzucker ist Trumpf! Dextro Energy, Kaffeemischgetränke, Frischei-Waffeln und ähnliche Späße sind die besten erlaubten Hilfsmittel die man sich für 5 Stunden Bio wünschen kann.

9. Wie ich schon nach meinem Englisch-Abi vermutete: es ist tatsächlich ein Vorteil, eine Uhr am Start zu haben. Denn alle Zeit der Welt zu haben ist nicht so wertvoll, wie die Fähigkeit, sie sich einteilen zu können.

10. Wissen und Raten sind zwei Techniken, die sich erstklassig ergänzen. An der Aufgabe mit dem Anti-Gicht-Medikament habe ich eine halbe Stunde (!) gesessen und überlegt. Letzten Endes habe ich die Tabelle mit den Messergebnissen außer Acht gelassen und meine Vermutung, das Zeug würde sich ans aktive Zentrum von Xanthinoxidase setzen, einfach mal hingeschrieben und die Beschreibung der Versuchsergebnisse auch in die Richtung gebogen. Und siehe da, Wikipedia gibt mir Recht! :-)

Wie man wohl daraus schon schlussfolgern kann, bin ich mit den Aufgaben gut klar gekommen. Mein Ohr sieht so langsam ein, dass die Rumspack-Offensive auch nicht so toll war, und ich habe heute gelernt, dass es noch gar nichts heißt, wenn man einen Tag vor dem Abi die Aufgaben der vergangen Jahre nicht lösen kann. Wenn man gut vorbereitet ist, erledigt der Prüfungsdruck den Rest.





Down With The Sickness

10 04 2008

Ich habe es seit Monaten gewusst. Seit meiner Gehörgangsentzündung Anfang Dezember (genau bei der Nikolausaktion) war ich nicht mehr krank gewesen, und irgendwie habe ich geahnt dass sich das zum Abi hin ändern würde.

Et voila, letzte Woche hatte ich wieder von Zeit zu Zeit einen leichten Schmerz im rechten Ohr. Nix dramatisches, aber ich wollte kein Risiko eingehen, deshalb bin ich am Dienstag dann zum Hausarzt gegangen. „Nix dramatisches“, hieß es, aber als Präventivmaßnahme habe ich dann mal ein Antibiotikum zum Einträufeln bekommen. Das habe ich dann wie verordnet zwei mal täglich ohral ins Ohr gegeben, und siehe da, der leichte Schmerz wurde langsam aber sicher… schlimmer.

Ich weiß nicht ob sich Ohrenschmerz in der Regel exponential vergrößert, aber es fühlte sich jedenfalls so an. Die letzte Nacht hat es sich jedenfalls so angefühlt als hätte sich mein Babelfish auf das Volumen eines ausgewachsenen Pottwalmännchens (ich weiß, Wale und Fische sind andere Klassen und ihre Organe nur analog zueinander, aber es gibt leider keine so großen Fische) vergrößert.

Also war ich heute morgen beim Hausarzt eine Überweisung zum HNO holen. Dort zur Tür rein, 3 Stockwerke Treppen gelaufen, hängt da ein Schild „wir haben Urlaub“. Yeeha! Also Treppen nochmal runter, einmal durch die komplette Fußgängerzone zum nächsten HNO. Da war ich dann zwar schon 20 Minuten vor Beginn der Sprechstunde, und die Sprechstundenhilfe beschwerte sich, dass ich nicht angerufen und einen Termin vereinbart hatte, aber trotzdem wurde ich schnell behandelt. Der Arzt selbst – sah übrigens ein bisschen aus wie Bodo Wartke – war dann um einiges freundlicher als sein Vorzimmer und nach ein bisschen Rumpuhlen im Ohr diagnostizierte er… eine Gehörgangsentzündung!

Damit die Schmerzen nicht so allein sind hat er noch einen in Salbe getränkten Mullfaden zur Gesellschaft ins Ohr gestopft, und ich hoffe doch, dass mein alter Freund Diclophenac 75 dafür sorgt, dass ich heute Mittag noch ein bisschen was gelernt kriege. Desweiteren hoffe ich umso mehr, dass die ganze Kacke sich so weit beruhigt dass ich mich morgen 5 Stunden lang auf mein schwerstes Abifach konzentrieren kann.

Noch ein weiterer negativer Nebeneffekt ist übrigens, dass ich zum ersten Mal seit – richtig geraten: – Nikolaus nicht zur Probe fahren kann. Ich hoffe doch, dass dieses imense Opfer die aufgebrachten Elemente in meinem Gehörgang besänftigt!!





Abi die Erste

7 04 2008

Heute bin ich der Frage „Worauf kommt es beim Abi eigentlich an?“ ein ganzes Stück näher gekommen. Fünf wesentliche Punkte sind mir aufgefallen:

1. Man schätzt den eigenen Appetit viel zu hoch ein: ich hatte mit einer Flasche Volvic, zwei Broten und diversem Süßkram völlig genug, die 8 Frischei-Waffeln und die zusätzlichen Volvic-Flaschen hätte ich gar nicht gebraucht.

2. Gewonnen hat der, der die meisten Dauerschreiber am Start hat. Ich lag mit 5 Stück recht gut im Rennen, ob es mir im Bezug auf das Ergebnis etwas gebracht hat, wird sich im Juni zeigen. Benutzt habe ich allerdings nur einen einzigen.

3. Versuche niemals, dir im Vorraus eine Vorstellung von deinem Abi zu machen. Irgendwas ist immer falsch. Bei mir war es der dickste Schnee seit Jahren, den ich einfach nicht mit einkalkuliert hatte.

4. Mache niemals den Fehler, vor dem Abi die Lektüren zu lesen, es ist verschenkte Zeit. Ich habe Julius Caesar zwei Mal gelesen, Tortilla Curtain gar nicht. Wer mich kennt, kann sich jetzt zusammenreimen über welche Ganzschrift ich geschrieben habe… :-D

5. Fast so wichtig wie viele Dauerschreiber ist das Wörterbuch. Von fünf Stunden Prüfungszeit habe ich geschätzt eine volle Stunde mit Nachschlagen verbracht.

Das Englisch-Abi selbst war zwar schwer, aber soweit trotzdem recht günstig verlaufen… Natürlich gibt es immer Ecken und Enden an denen was fehlt, und bei der Literary Composition konnte ich leider nicht mehr ganz das extrem hohe Abstraktionsniveau aus dem ersten Teil beibehalten, aber inhaltlich war ich glaube ich besser als in der ein oder anderen Kursarbeit.

Ach ja, als die Frau Bellmann die Aufgabenstellung zur Literary Composition gelesen hat, musste sie lauthals lachen. Der Grund: die Fragestellung zu Tortilla Curtain hatte sie bereits in der Kursarbeit verwandt. Für dieses Thema hab ich mich letztlich auch entschieden, allerdings kann ich nicht mehr sicher sagen ob das Thema auch bei uns in der Kursarbeit dran kam oder ob wir das nur im Unterricht behandelt hatten…

Bis Freitag muss ich jetzt mal noch ein bisschen was für Bio lernen, und danach ist außer den 3,5 Stunden Musik am Mittwoch danach das Abi dann auch schon gelaufen…