Das Jahr ist so gut wie gelaufen. Grund genug, die 5 besten Alben von 2007 zu küren. Auch die Neuerscheinungen von Nightwish, Fiddler’s Green und Bad Religion sind erwähnenswert, hier jedoch meine persönliche Top 5:
Therion – Gothic Kaballah (VÖ:12.1.): Das 83 Minuten lange Doppelalbum der Schweden beinhaltet 15 erstklassige Songs, deren Stil vermutlich nicht jedermanns Sache ist. Mal progressiv, mal episch, mal klassisch, mal trashig; die Musik wartet mit enormem Facettenreichtum auf, und wird dabei absolut astrein gespielt bzw. gesungen. Jeder einzelne brilliert an seinem Instrument, was nicht zu letzt dank der glasglaren Produktion und dem perfekten Mix auch zum Vorschein kommt. Den Orchesterinstrumenten hört man zu keinem Zeitpunkt an, dass sie aus einer VST-Library stammen. Anspieltipp: „The Falling Stone“
Dream Theater – Systematic Chaos (VÖ: 1.7.): Mit 78 Minuten Spielzeit ist dieses Album nur unwesentlich kürzer als Gothic Kaballah, und dabei nicht weniger spannend. Dream Theater wirken nach dem etwas müde erscheinenden Vorgänger Octavarium wieder frisch, spielfreudig und unverbraucht. Die Bandbreite reicht vom episch-dramatischen „Ministry of Lost Souls“ über das mainstreamtaugliche „Forsaken“ bis zu Metal-Krachern wie „Constant Motion“ oder „The Dark Eternal Night“. Über die technischen Fähigkeiten von Portnoy, Petrucci & Co brauche ich wohl keine Worte zu verlieren, und auch die Produktion gefällt größtenteils. Hervorzuheben sei die starke Gesangsleistung von James LaBrie. Ein weiteres Lob geht an die Bonus-DVD der Special Edition, die für einen Aufpreis von ca. 2 € eine 90minütige Dokumentation über das Album sowohl den 5.1-Mix der kompletten CD enthält. Anspieltipp: „In The Presence Of Enemies Pt. II“
Subway To Sally – Bastard (VÖ 19.10.): Das letzte Album „Nord Nord Ost“ der
Potsdamer hatte mich zugegebenermaßen enttäuscht. Als ich dann die ersten Informationen über den Bastard las, erwartete ich ein wieder besseres Album. Die Previews der einzelnen Songs enttäuschten mich maßlos. Als alter Fan brauchte ich tatsächlich eine Woche, bis ich mich dazu durchringen konnte, das Album zu kaufen. Der erste Hördurchgang bestätigte meine Befürchtung. Glücklicherweise legte ich es nicht direkt weg, denn beim zweiten Durchgang gefiel es mir schon um einiges besser. Seit dem ca. zehnten Hören ist das Album meine Lieblings-CD der Potsdamer, denn die Songs gewinnen beim mehrmaligen Hören unglaublich an Klasse. Lieder wie „Meine Seele Brennt“, „Fatum“ und „Unentdecktes Land“ hat es seit Jahren bei STS nicht mehr gegeben. Die Produktion ist die beste und vielfältigste, die Subway to Sally je hatten. Anspieltipp: „Puppenspieler“
Foo Fighters – Echoes, Silence, Patience & Grace (VÖ: 21. 9.): Dave Grohl & Co haben mit diesem Album ein weiteres Juwel meiner CD-Sammlung geschaffen. Die absolut geniale Cantus-Firmus-Variation „The Pretender“ heizt ordentlich ein, und auch die nachfolgenden Tracks sind Lieder erster Güte. Das Album hält die Qualität, wenn auch nicht die Geschwindigkeit; der Akustik- und Balladenanteil ist recht hoch. Das soll allerdings keine Kritik am Album sein, denn alle 12 Songs wissen zu überzeugen. Anspieltipp: „Home“
As I Lay Dying – An Ocean Between Us (VÖ: 24.8.): Abgesehen von 2 Instrumentalstücken gibt es hier 43 Minuten auf die Fresse. 12 gute Songs voller Blastbeats, geiler Riffs, überzeugendem Gesang (sowohl Growls als auch clean), werden durch eine fette, druckvolle Produktion optimal in Szene gesetzt. Die meist clean gesungenen Refrains brennen sich sofort im Gehörgang fest. Allein der Chorus des Titeltracks hat mich beim Probehören auf MySpace so sehr überzeugt, dass ich das Album gekauft habe. Anspieltipp: „The Sound Of Truth“
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