Es gibt Tage, an denen scheint die komplette Welt verrückt geworden zu sein. Und heute ist ein solcher. Es ist zwar gerade mal halb vier, es sind also noch nicht mal 2/3 dieses Tages herum, aber bisher hat sich schon so viel Schwachsinn angehäuft dass es sich lohnt, einen Blogeintrag darüber zu schreiben.
- Auf der Hinfahrt zur Schule redete ich mit Sandra über interessante Aspekte der Gentechnik, und dabei erzählte ich ihr von der Errungenschaft amerikanischer Gentechniker, die durch die Hemmung des Pektinaufbaus das Matschig-Werden von Tomaten verhindern können. Soweit nichts besonderes, aber über genau dieses Thema ging eine komplette Aufgabe von Sandras Bio-LK-Arbeit!
- 1. Große Pause, wir stehen wie gewohnt auf dem Bürgersteig in der Gymnasiumsstraße. Unser werter Herr Direktor geht zu seinem Auto, doch nach einem Blick in unsere Richtung kommt er zu uns, und bestellt uns für die nächste große Pause in sein Büro, er wolle uns über die Hausordnung belehren, die beinhalte, dass wir die Einfahrt freihalten sollten. Wir sind natürlich nicht hingegangen!
- Musik-LK-Arbeit: Ich muss über mich selbst lachen, weil ich „Vordergrund“ mit „F“ am Anfang und mit „t“ am Ende, also „Fordergrunt“ geschrieben habe.
- 2. Große Pause. Eine Merziger Mercedesfahrerin (ohne auf Vorurteilen rumzuhacken, aber das trifft alle Klischees) fährt die komplette Straße durch rückwärts, warum auch immer. Jedenfalls übersieht sie den gut sichtbaren knallig feuerroten Fiesta von der Julia, die grade zum SGS fahren wollte. Klirr machts, und auf einmal hat Julias Auto nur noch einen Vorderscheinwerfer, und die Merzigerin ärgert sich sogar noch über die roten Lackspuren auf ihrem silbernen Benz.
- Nächste Pause: der Both geht sein Auto holen und parkt einfach mal auf dem Schulhof, der Direktor zieht mit seinem Zweitwagen direkt mal nach. Wie kommt der Mann mit 2 Autos nach Saarlouis?? Da blieb uns nur noch der Vergleich mit Knight-Riders Auto Kit.
- Nach der Schule: im Wendehammer beobachten wir zwei Angestellte der Stadtwerke, die einen Hydrant angezapft haben und mit der hervorsprudelnden Wasserfontäne durch Vor- und Zurückfahren ihr Auto reinigen. Relativ bald gesellt sich der wachsame Rentner und Nachbar, der schon Generationen von Schülern unrechtmäßigerweise des Falschparkens bezichtigt hat, dazu und scheißt Mr. Stadtwerk mal ordentlich zusammen.
- Auf dem Nachhauseweg: Neuforweiler Kinder am Straßenrand simulieren in regelmäßigen Zeitabständen ziemlich bescheuert aussehene Magenkrämpfe.
- Zu Hause: auf meinem Platz liegt ein Brief, der an der Unterseite ein bisschen beschädigt ist. Kein Absender, nur ein Erfurter Poststempel. Ich öffne ihn, heraus fällt ein Bleistiftstummel. Außerdem enthält er einen handschriftlichen Brief unseres Landesvorsitzenden über das bevorstehende Klausurwochenende (an dem ich allerdings nicht teilnehmen kann), natürlich im Rahmen der Umweltaktion auf Recyclingpapier geschrieben, und einen selbstgebastelten Umschlag, in dem ich meine mit dem Bleistift aufgeschriebenen Ideen an ihn zurückschicken soll.
Zusammengefasst lässt sich über jeden einzelnen Punkt dieser Liste sagen: What the hell was that??
Ich hatte ja bereits im Vorraus die Plakate, Eintrittskarten, Preislisten und so weiter erstellt, aber natürlich war ich auch am Mittwoch zum Aufbau am Start. Wir hatten riesige Mengen an Dekomaterialien, sodass wir das komplette Kreisjugendzentrum mit Skeletten, Geistergirlanden und vor allem Spinnweben zuhangen. Natalies Vater hatte eine leistungsstarke PA-Anlage aufgefahren, der DJ hatte 100 Gigabyte Musik im Gepäck, wir hatten eine wunderbare Theke hingestellt, und der Kühlwagen vor dem Haus war auch gut gefüllt.
neu kommentiert.