Musik an!

27 08 2007

Dieses Wochenende war für mich in zweierlei Hinsicht sehr musikalisch:

Drum-AufnahmeDa wir mit INNUENDO zur Zeit wieder Songs aufnehmen, hatten wir uns im Vorfeld einige Gedanken über den Drumsound gemacht. Martin hat sich ein Aufnahmeinterface zugelegt, mit dem es uns möglich war, 8 Spuren gleichzeitig aufzunhemen, ich habe Simons Tama Starclassic Set ausgeliehen und mit Martin in meinem Keller aufgebaut, Flo hat im Six & Four einen Satz Drum-Mikros ausgeliehen und Daniel hat fleißig geübt: beste Vorraussetzungen für gute Drums! Aus diesem Grund haben wir von Freitag bis Sonntag geschätzte 17 Stunden in meinem Keller verbracht. Das Resultat kann sich meiner Ansicht nach hören lassen!

Von Samstag auf Sonntag war ich außerdem noch beim alljährlichen Singetreffen des LV RPS auf der Schmidtburg. Es war richtig gut, gab ein klasse Büffet und die von einigen Gruppen mitgebrachten Liedbeiträge (unser Stamm sang das Lied „Die Sandbank“) waren famos, nur das Singen selbst konnte meines Erachtens an die Stimmung der vergangenen Jahre anknüpfen. Ob es am Fehlen einiger kräftiger Stimmen, die sonst jede Singerunde zum Kochen bringen, oder schlicht und ergreifend an der Bekanntheit der Lieder gelegen hat, weiß ich nicht.

Insgesamt war es also ein sehr lautes Wochenende, zumal bei mir, so lange ich weder am Singen noch bei den Aufnahmen war, die am Freitag erschienene neue As I Lay Dying- Platte An Ocean Between Us lief, die ich nur jedem Freund guter Musik ans Herz legen kann.





LUXuriös!

12 08 2007

Vom 22.7. bis zum 1.8. waren wir auf Stammesfahrt in Luxemburg (der Blogartikel erscheint etwas spät, sorry!)

An einem schönen Sonntagmorgen verließen wir zu sechzehnt Saarlouis per Zug. Was wir noch nicht wussten: in zehn Tagen werden wir nur noch zu acht zurückkehren…

Im Herzen Luxemburgs.Aber zuerst fuhren wir 16, Pfadis und Rover des Stammes Falke, über Karthaus und Luxembourg nach Kautenbach. Von hier aus wanderten wir in zwei Tagen durch das tiefste Luxemburger Hinterland nach Vianden. Das Hinterland zeichnet sich nicht nur durch ein lebhaftes Relief aus, das uns auf unseren Bergetappen einiges an Schweiß abverlangte, sondern auch durch die dünne Besiedelung, weswegen Tamara und ich Montags zum Essen kaufen trampen mussten. An diesem Tag dezimierte sich unsere Gruppe schon ein erstes mal: Marie-Luise verließ uns mit Rückenproblemen.

Jetzt waren wir noch 15, und damit noch gerade so genug, um für die Besichtigung der übrigens höchst sehenswerten Burg von Vianden eine Gruppenkarte lösen zu können. Es war der gleiche Tag, an dem Matthias entdeckte, dass er mit 2 Stöcken vom Wegesrand Nordic Walking machen konnte – und plötzlich ein wahnsinniges Tempo vorlegte. Nach jeweils einer Nacht unter freiem Himmel (bis es um 7 Uhr anfing zu regnen), in Loks und in einer Schutzhütte wollten wir in dieser Nacht unser Glück bei einem Bauernhof auf der deutschen Seite der Our versuchen, doch die Bäuerin verstand den Wink mit dem Zaunpfahl nicht und bot uns eine Kuhweide zum Zelten an. Naja, auch gut!

Nach einem erfrischen Bad im doch recht frischen Fluss kamen vier Personen mit einer magentafarbenen Kühlbox den Abhang hinab. Es waren Gernot, Moritz, Christian und Fabian. Die Kühlbox beinhaltete Eis, das wir direkt einmal verköstigten.

Am nächsten Morgen gab es einen Aufruhr an den Liegestätten der Pfadis: jeder rief aufgeregt irgendetwas, und aus dem Gespräch hörte man immer wieder die Brocken „Bastian“ und „Kotze“. Alles klar, sie waren sich wie immer am dissen. Aber ein vorsichtiger Blick auf die Wiese neben Bastians Schlafsack überzeugte uns davon, dass dem nicht so war. Ob es nun die Schuld skrupelloser Aliens, des Eises, des Flusses, oder irgend jemand ganz anderes war, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen. Fakt war: Bastian war krank und musste abgeholt werden. Mo und der fußkranke Jan warteten mit ihm auf seine Eltern und ließen sich dann später zu uns fahren.

Doch in der Zwischenzeit spitzte sich die Lage zu: wir waren drei Kilometer gewandert, als ich mir 5 Minuten erbat, die ich dazu nutzte, einen Baum mit meinem Mageninhalt zu düngen. Als ich routiniert und erfahren damit fertig war, stellte ich fest, dass mich ein kleiner Junge wohl beobachtet haben muss: ich habe noch nie einen Menschen so fassungslos gucken gesehen!

Erschöpft vom Wendemanöver meines Frühstücks schleppte ich mich mit den Anderen, von denen mit der Zeit noch weiteren immer schlechter wurde, nach Dillingen, wo wir vor dem Campingplatz absattelten und bei Zwieback und Kranenwasser eine Krisensitzung abhielten. Wir beschlossen, die Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen, die für den darauffolgenden Tag gebuchten Kanus abzusagen und mit dem Bus nach Echternach zu fahren. Doch bis zu diesem Zeitpunkt sollten auch noch bei Tobias, Franzi, Sandra, Jannik, Johanna und Matthias (ich habe noch nie einen Menschen so laut erbrechen gehört!) die Mägen revoltieren und die Fahrtengruppe dezimierte sich auf die Gesunden (Tamara, Simon, Mo, Katrin, Christian, Jan, Franz) und mich.

Nach einigen Stunden Warten auf diverse Eltern – die zum Duschen, Einkaufen und schließlich Kaffeetrinken in einer ziemlich verruchten Kneipe mit osteuropäischer Popmusik und einem Kokain-Stammtisch genutzt wurden – ging es dann am Freitag Nachmittag los nach Echternach. In Ermangelung eines Schlafplatzes schickten wir zuerst einen Stoßtrupp bei DieKirch, die aber weder ein Pfarrheim noch irgend eine andere Schlafmöglichkeit für uns hatte. Doch das war erst der Anfang einer schier endlosen Schlafplatzsuche. Wir endeten dann auf einer kleinen Wiese hinter dem Haus eines deutsch/spanisch/portugisisch/französischen Paares, das uns vor den Launen ihrer Vermieterin warnte. Diese kam dann am Abend mit der Taschenlampe und machte einen sehr misstrauischen Eindruck beim Anblick unserer Loks, aber am darauffolgenden Morgen schnurrte sie wie ein Kätzchen. Katzen mögen wir übrigens nicht mehr, da ein sehr penetrantes Exemplar dieser Spezies erst beim Abendessen genervt hat, dann die ganze Zeit über unsere Zelte stieg und zu guter letzt sogar noch einen Weg in die Lok von Franz fand, dessen Ohr sie direkt einmal auf Geschmack testete.

die Jugend von HEUteIn den zwei darauffolgenden Tagen gingen wir über Hinkel nach Igel. In Hinkel durften wir gegen eine Viertelstunde Hilfe mit dem Heu im Schober einer Bäuerin übernachten, der wir zum Dank einige Fahrtenlieder sangen, allerdings ohne Refrainwiederholungen. ;-) Das war das bis dato beste Nachtquartier, jedoch noch kein Vergleich zu dem was uns in Igel erwartete: uns wurden die Räumlichkeiten unter der Igeler Kirche, die normalerweise vom Kirchenchor genutzt wurden angeboten! Wir hatten also feste sanitäre Anlagen, eine komplett ausgestattete Küche (deren Kaffeemaschine von nun an nicht mehr zur Ruhe kam) und einen Gruppenraum mit Klavier. Und nicht zu vergessen: ein kleines Kinderkeyboard, mit dem man, wenn man alle AA-Batterien im Umkreis zusammenkratzt, ganz viel Spaß haben und Techno machen kann.

Am nächsten Morgen brunchten wir luxuriös mit Rührei, Bacon, Orangensaft, Brötchen, Kaffee und was das Herz sonst so begehrt. Bei eben diesem Frühstück wettete Christian, 20 Cheeseburger hintereinander zu essen. Ich werde von der Einlösung der Wette berichten! Nach einer Partie Poker machten wir uns ans Aufräumen und verließen die Räumlichkeiten in Richtung Trier.

Kohte in TrierIn Trier durften wir netterweise im Garten von Domprobst Werner Rössel übernachten, der wie sein Beruf bereits aussagt, direkt neben dem Dom wohnt. Wir zogen an einem Baum eine S-Kohte hoch und gingen später Pizza essen. Die Pizza war nicht nur lecker, ein solch famoses Essen schien uns sogar so gut zu bekommen, dass wir langsam aber sicher am Rad drehten und das komplette Restaurant mit Lachsalven attackierten. An diesem Abend stellte sich heraus, dass ab und an aus Katrins Nase Thunfisch oder Krabben kommen und dass Simon schonmal einen großen Döner gepackt hat. Gut satt, gingen wir jetzt erst mal ein Eis essen. Ohne seinen Ausweis vorzuzeigen hätte Simon sein Whisky-Eis jedoch nicht bekommen. Komplett ohne Whisky schien Franz’ Eis bei ihm Trunkenheitszustände auszulösen, jedenfalls begann er zu lallen.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir mit dem Zug über Koblenz (wo Stamm Von Helfenstein Arenberg zustiegen) und Bingen nach Langenlonsheim. Hier trafen jetzt immer mehr Pfadfinder unseres Landesverbands ein, die am nächsten Tag in die Slowakei aufbrachen. Grund des gemeinsamen Treffens war die am nächsten Tag stattfindende Sonnenaufgangszeremonie, die die komplette Pfadfinderbewegung am 1.8. dieses Jahres durchführte.

LandesfeuerTamara, Simon und ich machten noch die Erfahrung, wie lustig es ist, mit den „Roadtrippern“ Thomas Schnubel, Schneyra und Chris einkaufen zu fahren, dann kamen auch schon Gernot und Cindy mit Schwenkern für alle, und einer besonderen grünen Kiste für erfahrene Rover. Gut genährt verbrachten wir die Nacht am Feuer, und schon kündigte sich das Morgengrauen an. Es kam wieder Bewegung auf den vorhin so stillen Lagerplatz, und mit Kerzen versammelten wir uns um das Feuer, sangen ein paar Lieder, hörten einige Geschichten und erneuerten schließlich unser Versprechen. Dann gab es Kuchen für alle.

Unser LV brach nun in Richtung Slowakei auf, wir fuhren derweil zurück nach Hause.





Auf der Grünen Insel…

3 08 2007

War ich vom 13.-20- Juli mit meinen Eltern und meiner Schwester. Hier gibt es das komplette Reisetagebuch. Dazu noch ein paar Fotos von diesem sehr schönen Land.

Irland - Healey-Pass    Irland - Ring Of Beara    Irland - Entry Fee 

Irland - Hügel   Irland - Dingle Bay

Irland ist ein wunderschönes Land, und ich glaube, früher oder später werde ich dorthin zurückkehren.