Ah, die Musiker!

28 06 2007

Heute war die (Fach-) Abifeier des TGBBZ Dillingen. Das heißt, in kleinem Rahmen fanden sich die diesjährigen 12er in einem Raum etwas größer als ein normales Klassenzimmer ein, hörten sich ein paar Reden von Direktor, verschiedenen Lehrern und dem Schülersprecher an und bekamen am Ende ihre Abgangszeugnisse einschließlich der Fachhochschulreife.

Was hatte das jetzt mit mir zu tun?? Nunja, aufgelockert wurde die Veranstaltungen durch eine Liveband namens Innuendo. Unter der Vorgabe, so wenig wie möglich des geringen Platzangebots zu beanspruchen und dabei nicht die Sicht auf die Beamerleinwand zu versperren, bauten wir unser Equipment möglichst komprimiert auf und machten dann einen kleinen Soundcheck unter der Vorgabe, doch bitte etwas leiser zu spielen. Alles klar!

Da die Welt ja schließlich klein ist, kannte ich sogar zwei der Fachabiturienten: den Bo aus Gresaubach und den Alex aus Bisten.

Die Reden waren überwiegend doch sehr viel interessanter als erwartet, auch wenn mich meine Augenlider desöfteren daran erinnerten, dass ich in der vergangenen Nacht SPLISS durch den Garten getragen hatte. Aber glücklicherweise hat jede Rede irgendwann ihr Ende, und wir konnten wieder aktiv werden. Die Songs klappten gewohnt gut, und wir hinterließen offenkundig einen guten Eindruck bei den Anwesenden.

So fasse ich die Bemerkungen „ah, die Musiker“ zumindest auf, die man nach dem Konzert im Vorbeigehen des öfteren aufschnappte. Alternative Interpretationen sind allerdings möglich! :-P





Ein seltsamer Tag…

28 06 2007

war gestern, ich habe nämlich drei Sachen herausgefunden:

  • Es ist möglich, dass alle an einem kompletten Tag zu sich genommenen Getränke entweder Alkohol oder Koffein enthalten, ohne dass man einerseits betrunken oder zittrig wird oder andererseits dehydriert.
  • Es ist durchaus manchmal erforderlich, für sein ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit Nachtschichten einzulegen. Um halb ein hatte ich den SPLISS, der sich mittlerweile nach langer Wartezeit endlich mal auf dem Weg zu den Stämmen befindet, dem Postboten hingelegt.
  • Die Scheinwerfer der Beruser Kirche können bei tief hängenden Wolken schonmal wie ein UFO aussehen.




Beekeeping

24 06 2007

Eben hat mich mein Bruder auf ein total lustiges Beispiel Britischen Humors aufmerksam gemacht: ein Interview von Rowan Atkinson mit John Cleese über das Bienenzüchten.





Machs gut, Uli!

24 06 2007

Sandro, Uli, Kolja und Julian singen The one and only Uli wird nächste Woche nach Australien auswandern. Hört sich nach einem verwegenen Abenteuermärchen an, ist aber eine lange geplante und reiflich überlegte Entscheidung; er meint es wirklich ernst.

Aus diesem Grund hat er gestern abend im Juz seinen Abschied gefeiert. An die 50 Leute waren gekommen, um noch einmal mit ihm auf den Putz zu hauen. Die Party war sehr lustig, Uli wird uns allen fehlen.





In der Halle des Bergkönigs

22 06 2007

Am Donnerstag abend spielten im Lokschuppen Dillingen das Orchestre National de Lorraine (F) und der Chorus Cathedralis Aboensis (FI) zusammen mit Klaus Maria Brandauer und anderen Rezitatoren die Per Gynt Suite von Edvard Grieg.

Natürlich traf ich dort direkt mal die Frau Schambil, die mich einmal mehr daran erinnerte, dass sie am darauffolgenden Freitag meine zwei lieb gewonnenen Deutsch GK- Freistunden als Vertretungslehrer stattfinden lassen wollte.

Pünktlich um 8 betraten Chor, Orchester, Schauspieler und Dirigent Jacques Mecier die Bühne. Die Musik, die sie in den nächsten knapp 2 Stunden spielten, war mir teilweise bekannt, immerhin handelt es sich um eines der populärsten programmatischen Werke der Romantik. Das Orchester und der Chor waren ziemlich gut, nur der Dirigent zeigte einige wenige Schwächen. Auch Klaus Maria Brandauer, der unter Anderem in James Bond – Sag Niemals Nie mitspielte, erzählte sehr lebhaft die Geschichte, zu der die Musik überhaupt erst entstand.

Sehr interessant war übrigens das orchestrale Pendant zum Blastbeat, das am Ende von „In der Halle des Bergkönigs“ zu hören war.





Alles neu macht der Juni

20 06 2007

Irgendwie komme ich in letzter Zeit nicht mehr zum bloggen. Deshalb meine Errungenschaften der letzten Woche gerafft in einem einzigen Post, obwohl eigentlich jede ihren eigenen verdient hätte.

  1. Sonntags bestellt, Montags bezahlt, Dienstags versandt worden, Mittwochs angekommen; so funktioniert eBay. Mein neuer Bass ist ein Replika des Violinbasses, den Paul McCartney zu Beatles-Zeiten spielte. Sieht extrem gut aus, spielt sich ganz angenehm, der Sound ist in Ordnung. Ich muss noch gucken dass ich den Neck-Pickup etwas tiefer lege, aber ansonsten klasse Gerät!
  2. An besagtem Mittwoch hätte ich eigentlich auch meinen neuen Bass-Amp abholen können, den ich dem Bassisten von Anger of Aeon abgekauft habe. Aber leider war das JUZ geschlossen und wir kamen somit nicht in deren Proberaum. Also fuhr ich Donnerstags vor der Bandprobe nochmal dort vorbei. Ich wollte schon fast wieder fahren, als der Bassist dann doch noch aufkreuzte, und ich den Amp dann direkt mit zur Bandprobe nehmen konnte. Es handelt sich um einen Fender mit satten 100W und total geilen roten Lichteffekten. Als ob es da nur um die Musik ginge… ^^
  3. Am Dienstag habe ich meine letzte Arbeit geschrieben, die nächsten 4 Monate werde ich also nicht mehr hinter irgendwelchen Haaren auf die benachbarten Hefte schielen müssen. Dienstag war somit der perfekte Zeitpunkt für eine neue Frisur. Die Haare sind jetzt ein gutes Stück kürzer, das Ergebnis von einem halben Jahr punktuellem Nichtrasierens hat sogar ganz dran glauben müssen. Ich werde mich auch erst einmal daran gewöhnen müssen.

Neue Frisur, neuer Bass.





Geh kacken!

12 06 2007

Wiederum ein Beweis, dass es bei Wikipedia ALLES gibt: eine Tabelle, die verschiedene Konsistenzstufen des Darmsekret voneinander abgrenzt und beschreibt: die Bristol Stool Scale.

Die Bristol Stool Chart.





Iron Maiden’s gonna get you, no matter how far!

10 06 2007

Am Freitag spielten Iron Maiden zusammen mit In Flames, Papa Roach, Mastodon und Lauren Harris im Ludwigshafener Südweststadion. Das konnten wir (Tina, Dario, Niko, Gero) uns natürlich nicht entgehen lassen.

Eigentlich wollten wir uns ein Schönes-Wochenende-Ticket am Bahnhof kaufen, aber Tina hatte etwas Entscheidendes festgestellt: die Eintrittskarten waren gleichzeitig Zugkarten für die An- und Abreise. Da wir aber nicht wussten, ab welcher Station die Karten galten, wollten wir direkt mal im Kundeninformationszentrum des Saarlouiser Bahnhofs nachfragen. Geschickterweise hatten die aber 10 Minuten vor unserem Eintreffen zugemacht. Der Fahrdienstleiter hat grundsätzlich den Plan von nix, und so telefonierten wir uns zu irgend einem leibhaftig am Telefon sitzenden Servicemitarbeiter durch, der uns sogar irgendwann zurückrief und erklärte, dass die Karten ab Homburg gültig waren.

Begünstigt vom Umstand dass wir nach dem Konzert wahrscheinlich ewig in Kaiserslautern Aufenthalt hätten, entschieden wir uns, bis dort mit dem Auto zu fahren und den Rest mit dem kostenlosen Zugticket zurückzulegen. Das war mir als Fahrer sehr recht, und die Zugverbindungen passten so weit auch. Also direkt mal in den Supermarkt und von dort aus auf die Autobahn.

Die Kaiserslauterner Innenstadt ist laut Beschilderung nicht einfach die Stadtmitte, sondern im Norden, Westen und Süden. Egal: den Bahnhof und das dazugehörige Parkhaus fanden wir trotzdem.

Die Zugfahrt nach Ludwigshafen versüßten wir mit ein oder zwei Bier, die zusammen mit unseren langen Haaren und Metal-T-Shirts bei einer Dame gesetzteren Alters skeptisches Kopfschütteln hervorriefen. Ja, die Jugend von heute.

Am Zielbahnhof traf ich direkt mal den Genge, der sich dort mit Nickel und Thomas treffen wollte. Da die Schließfächer alle voll oder kaputt waren, legte Gero seinen Rucksack in Nickels Auto, bevor wir zum Südweststadion gingen.

Wir kamen genau pünktlich zum Beginn des ersten Acts: Lauren Harris, die Tochter von Maiden-Bassist Steve. Ihr Stil lag irgendwo zwischen Kelly Clarkson und den neueren Dio-Platten, war mir aber insgesamt etwas zu poppig.

Nach einer wirklich kurzen Umbaupause spielten Masturbation Mastodon melodischen Trash-Metal mit Hardcore-Anteilen, sehr gelungen! Das sah der ungefähr 60-jährige Mann wohl genauso, der wie in Trance die ganze Show über das Funky Chicken tanzte und auch sonst noch allerhand lustige Bewegungen draufhatte.

Als nächstes spielten Papa Roach. Nach einigen neueren, recht flachen Songs packten sie dann auch mal die Klassiker aus, und Last Resort kam sogar richtig gut.

Zu In Flames gingen wir weiter nach vorne. Letztenendes standen wir ungefähr in 5. Reihe, allerdings genau bei den Bassboxen, weshalb wir wesentlich mehr Double-Base und Bass als Gitarren und Gesang hörten. Der Auftritt der Schweden war Weltklasse: die Setlist war echt genial, und sie heizten dem Publikum noch weiter ein, sofern das unter der prallen Sonne überhaupt möglich war. Von „The Quiet Place“, einem der genialsten Lieder die es überhaupt gibt, habe ich immer noch Nackenschmerzen!

Sänger Bruce Dickinson beim Auftritt in Ludwigshafen.

 Gegen halb neun lief „Doctor, Doctor“ als Intro. Dann gab das riesige schwarze Tuch die Sicht auf die großartige Bühnenkulisse im Matter-Of-Life-And-Death-Stil frei, die dann auch gleich von Nicko McBrain, Dave Murray, Adrian Smith, Jannick Gers, Steve Harris und Sänger Bruce Dickinson betreten wurde. Als Opener spielten Iron Maiden „Different World“. Neben vier weiteren Titeln vom neuen Album standen jede Menge Klassiker auf der Setlist, wie zum Beispiel „Fear of the Dark“, „Number of the Beast“ (bei dem ein übergroßer Teufelskopf auf die Bühne gehoben wurde, der durch seine rot leuchtenden Augen das Publikum böse anstarrte), „Hallowed be thy name“, „Iron Maiden“ (bei dem ein riesiger Panzer sein rauchendes Kanonenrohr auf das Publikum richtete), „Wrathchild“, „Two Minutes to Midnight“ (bei dem ein mindestens 5 m hoher uniformierter Eddie Gitarrist Jannick Gers attackierte), oder „The Trooper“. Der Sound war spitze, die Bühnenperformance ebenso, und die Virtuosität jedes einzelnen Musikers machten den Auftritt zu einem der besten, den ich je sah. Viel zu früh gingen die Engländer von der Bühne.

Nach dem Konzert machten sich die überwältigenden Menschenmassen zum Bahnhof auf, wo wir glücklicherweise einen früheren Zug als geplant bekamen. Wir standen dann zwar länger am Bahnhof von Neustadt an der Weinstraße (von der Bandansage im Zug mit „Neustadt Central Station“ übersetzt), waren aber dennoch früher als befürchtet am Auto, im McDonalds und zu Hause.





Once more on stage…

3 06 2007

Am Freitag hatten wir wieder mal einen Gig mit Innuendo, diesmal in Wiebelskirchen.

Recht früh erreichten Pissi und ich den ansonsten leeren Werkhof. Neben einigen Katzen trafen wir nur den Besitzer an, der uns von der katastrophalen Organisation im Vorfeld erzählte, denn letzten Endes spielte genau eine Band (Straight Flash), von der er im Vorraus bescheid wusste, Never Reached und wir (Innuendo) waren eher kurzfristig als Ersatz eingesprungen.

Die Location selber war sehr stilvoll eingerichtet, und die tropfende Decke täuschte wenig über den guten Eindruck hinweg. Nach und nach kamen Mitglieder unserer Band, und etwas später auch die beiden anderen Bands. Die rekrutierten auch ungefähr 1/4 des gesamten anwesenden Publikums.

Als erstes spielten Never Reached. Wahnsinnig lustig, denn der Sänger erinnerte sehr stark an Jack Black, der Leadgitarrist konnte die Songs nicht, der Drummer spielte supergeile Rock’n'Roll-Grooves und der Bassist stand einfach unbeteiligt rum. Sie waren aber richtig gut und dabei sogar noch unheimlich amüsant.

Der Auftritt von Straight Flash war gezeichnet von technischen Problemen, ständig hatte der Sänger keinen Saft auf dem Mikro. Ihr Speedrock kam beim Publikum genauso gut an wie bei mir.

beim Gig in Wiebelskirchen.

Dann spielten wir, vor ungefähr 20 Leuten, denen aber unsere Musik und vor allem Flos irre Solos total abgingen. Unsere Musik und unsere Show selbst war auch sehr solide, und so war es trotz geringer Besucherzahl ein gelungener Auftritt.