Aufgrund von massivem Stress kommt erst heute der versprochene Blog-Artikel. Es hat halt nit jeder nen Arm, der sämtliche Arbeit für einen erledigt…

Pünktlich um kurz vor 6 in der Früh hatten wir uns am Montag, dem 21. Mai in Saarlouis an den Fliesen eingefunden, von wo aus es in Richtung Südfrankreich gehen sollte. Aber mit welchem Bus? Der kam erst mal 20 Minuten zu spät, weil er an unserer Schule auf uns gewartet hatte.
Na ja, egal. Die Busfahrt wurde trotz des absoluten Alkoholverbots begünstigt durch den hemmungslosen Alkoholkonsum am frühen Morgen schwer lustig, und nach 12 Stunden waren wir dann auch endlich mal am Ziel. Schon bald mussten wir feststellen, dass es in Le Grau du Roi neben den „Flamingos“ genannten schwulen Störchen auch jede Menge Stechmücken gibt.
Unsere Anlage war in Ordnung. Wir waren in 6er-Appartments untergebracht, ich zusammen mit Ego, Mücke, Alex Anstett, Dominic Wirth und Christian Gärtner. Den ersten Abend verbrachten wir direkt auch mal mit einigen Besuchern, Shisha und einem Heineken-Fässchen auf unserem Balkon, nachdem wir am Strand fast aufgefressen worden wären.
Am nächsten Tag ging es auf nach Arles, einer verdreckten Stadt an der Rhône. Dort hatten wir altersangemessenes Programm in Form einer Stadtrallye, schickten der Frau Leidinger eine humouresque Postkarte mit einem Saexophon und lungerten dann aufgrund der Unflexibilität der Busfahrer noch Stunden lang herum, bevor wir zurück zu unserem wohlverdienten Pool fahren konnten. Dort wurde Herr Machwirth auch erst einmal voll bekleidet versenkt. Es gab Muscheln mit Pommes zum Abendessen, und zudem wurde unsere gemütliche Runde mit Gitarre, lustigen Leuten und dem ein oder anderen gepflegten Bierchen von La Securité unterbrochen, die uns zusammen mit ihrem Schäferhund noch vor der Nachtruhe den Rausschmiss aus der Anlage androhte. Die spinnen, die Gallier!
Der Mittwoch war sogar komplett zur freien Verfügung. Die meisten waren eigentlich fast nur am Pool, andere nahmen zwischendurch am Sportprogramm des inzwischen wieder getrockneten Tennis-Dennis teil. Unser Mittagessen mussten wir selbst kochen. Die meisten scheiterten an den Tücken des Ofens, bei uns stand allerdings irgendwann ein köstliches Mahl auf dem Tisch, an dem sich nicht nur wir sechs, sondern auch noch der ein oder andere Gast labte. An diesem Abend verlor ich in einer Wette einen Sixpack Heineken an Hanna. Warum konnte dieser Cäsar nich auch „So fall, Caesar!“ gesagt haben???
Schon war Donnerstag, wo es nach Avignon ging. Im Halbschlaf nahmen wir an der Führung teil. Alkohol und Sonne hatten bei Jan wohl die ein oder andere Gehirnzelle getötet, oder womit ist es sonst zu erklären, dass er sich mit einer Papierflöte neben ahnungslose Ureinwohner setzte und „Sur Le Pont d’Avignon“ zum Besten gab? Unser Busfahrer verfuhr sich jetzt erst einmal, und machte uns erneut durch konsequentes Brettern über Verkehrsberuhigungs-Hubbel bewusst, was er alles nicht konnte. Am Abend machten Philipp, Julia, Andrea und ich noch die ein oder anderen lustigen Poser-Fotoreihen, bevor es auf zum Strand ging. Dort traf man nicht nur Anja Schmitt in Snoopy-Schlafanzug und Socken in den Flip-Flops an, sondern auch den Koch der Anlage, der total Hacke über unseren Grill fiel. Dazu Dennis Machwirth: „Ich dachte, es sei Matthias Ruppenthal!“ Mit eben diesem Dennis Machwirth hatten wir noch bis halb 4 lustige Gespräche über seine Klassenfahrten. Den Rest des Abends verbrachte ich in Philipps Haus, wo es immer noch schwer lustig war. Als ich dann um 6 heim kam und frühstückte, wurde mir direkt auch schonmal von Benedikt ein Kaffee angeboten.
Und schon mussten wir packen, putzen, die Zimmerkontrolle über uns ergehen lassen, und abreisen. Es folgte ein Tag in Aix-en-Provence, wo wir durch die Lenkzeiten der Busfahrer gezwungen waren, 9 Stunden auszuharren. Major Meat-Man machte uns vor, dass man in solcher Zeit eigentlich nichts machen kann, außer ganz viel Wein trinken. Die Rückfahrt selbst war dann die Hölle, da der wie immer nicht klimatisierte Bus von einem total lauten, unerwünschten, langweiligen Film beschallt wurde, der jeden Schlaf unmöglich machte.
Bis auf die Busfahrten und die ein oder andere Mahlzeit in der Anlage war die Kursfahrt jedoch SEEEEEHR GUUUUUT und hat echt Bock gemacht.
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