wenn man sich auf die Technik verlässt…

23 04 2007

Am Samstag abend musste ich das Kochenende für ein paar Stunden verlassen, da ich mit Innuendo, bei denen ich mittlerweile fest eingestiegen bin, beim AWO Bandcontest in Steinbach teilnahm.

Wo ist eigentlich Steinbach? Diesen Gedanken musste ich mir nicht machen, da sich mein Vater ein mobiles Navigationssystem gekauft hatte, dass ich dann direkt mal im Fusion an die Scheibe pappte und mein Ziel eingab. Saugeil, so macht Auto fahren noch viel mehr Spaß. Allerdings dachte ich, er hätte vorher den Akku aufgeladen. Bei der Auffahrt auf die A8 verabschiedete der sich endgültig. Darauf war ich nicht vorbereitet, und erstmal ziemlich ratlos.

Also bin ich immer der Nase nach, erst mal nach Lebach. Soweit so gut. Zwischendurch schon mit Julian telefoniert, hab ihm gesagt in einer Viertelstunde sei ich da. Aber hinter Lebach kam dann erst mal gar nix, nur eine Abzweigung nach Gresaubach, an der ich vorbei fuhr. Kurz vor Aschbach rief er wieder an und meinte, ich solle über Gresaubach und Rommelbach (0der so ähnlich) fahren. Alles klar!

Also umgedreht, und die Abzweigung nich mehr gefunden. Also bin ich direkt mal in eine Pizzeria, wo mir erklärt wurde, ich hätte durch Aschbach durch gemusst. Der Gig war schon in einer Viertelstunde und mein rechter Fuß war mittlerweile ständig am Bodenblech.

Aus dem Auto bin ich dann letztendlich zur wegen meinem späten Erscheinen recht angespannten Band, noch schnell aufs Klo und dann direkt auf die Bühne. Dort haben wir dann ein richtig geiles Konzert gespielt. Und das ganze über eine echt fette PA-Anlage und richtig guten Amps, mit total geiler Lightshow und allerhand Effekten.

Paddee & Martin bei Bedtime Story

Sobald wir von der Bühne waren, bin ich dann auch wieder heimwärts. Jedenfalls dachte ich, A8 sollte ja schon richtig sein. Hätte mir ja ruhig einer sagen können, dass ich da erstmal meilenweise durch Dirmingen und Eppelborn muss…

Als ich dann von der A1 auf die A8 gefahren bin, dachte ich, ich hätte das schlimmste überstanden. Aber bei Heusweiler drohte dann neues Unheil: mein Freund die Tankleuchte. Verdammt, hätte ich mich bloß nicht so ellenlang verfahren!!! Also bin ich dann doch mal ein bisschen spritsparender gefahren, und hoffte, dass ich mit Sprit für knapp 30 km noch die bevorstehenden 35 km bewältigen konnte.

So langsam war die Beschleunigung auch nicht mehr so prall, und mit ach und Krach schaffte ich es bis zur Abfahrt Wallerfangen, wo direkt die Shell-Tankstelle war. Glücklicherweise fiel mir noch auf der Autobahn ein, dass die nur bis 22 Uhr aufhat. Also nochmal 2 km weiter, zur Aral in Saarlouis.

Mit dem letzten Tröpfchen Sprit kam ich an der Zapfsäule zum Stehen. Leider war der Tankdeckel auf der falschen Seite. Also noch das allerletzte Benzinmolekül aus dem Tank gekratzt, und das Auto ging tatsächlich noch einmal an, um zur nächsten Zapfsäule zu fahren. War das eine Erleichterung!!!

Später am Abend rief mich Julian noch einmal an: wir hatten gewonnen!!! Jetzt dürfen wir irgendwann 3 x 8 Stunden ins Tonstudio. :-)





Machen ma dat so??

23 04 2007

Am Wochenende war Sippen am Dippen – das ultimative Kochenende. Es war die erste richtig große Gildenaktion im Stamm Falke seit langem, schließlich haben wir im Moment sage und schreibe drei Sippen.

Wo gekocht wird, da will auch eingekauft werden, also konnte ich dann wohl leider nicht mehr in Politik. Zusammen mit Tamara und Simon testete ich dann auch gleich mal, wie viel man auf so ein Kassenband im Globus kriegt. Jedenfalls passen die Ergebnisse von 1 1/2 Stunden konzentriertem Hochleistungseinkaufen nicht ganz drauf. :-)

Zeit ist Geld und Geld ist knapp, also haben wir uns erst mal gut in den Stau gestellt, in rasender Geschwindigkeit das Essen ausgeladen, sind 10 Minuten heimgefahren, und dann direkt wieder ins Stammesheim geflitzt. Schon bald kamen die ersten Pfadis, und nach ein paar Spielen zu Beginn bauten sie auch erstmal Kohten und Feuertische auf. Wunderbar, hatten wir auch mal Zeit für unsren Kram zu packen!!

Nach dem Abendessen machten wir einen mega Jurtenabend, inklusive Quietschiejagd auf Wacken, megageilem Spontantheater und allerlei Koordinationssingspielen. Und die Händchen gingen so, und die Händchen gingen so. So gingen die Händchen, und die Händchen gingen so…

die Maîtres de Cuisine: Bernhard Baguette, Jean-Luc Jambon und Fabienne Fromage beim Bewerten.Wenige Stunden Schlaf und wesentlich mehr Tassen Kaffee später gingen Simon, Tamara und ich in den Bauwagen, und kamen als Bernhard Baguette, Fabienne Fromage und Jean-Luc Jambon, Maîtres de Cuisine aus unserem Nachbarland wieder heraus. Mitgebracht hatten wir eine kulinarische Creation avec dem Namen „Eisenberger“, und natürlich auch die für jede Sippe gleichen Zutaten du premier Competition.

Voller Eifer stürzten sich die Pfadfinder auf die Fresskörbe, heizten ihrem Feuerchen mal gut ein und kreierten so geniale Sachen wie Curryhühnchen, Zwiebelrahmsuppe und Mandarinen-Limettenquark. Bei so viel kulinarischem Gaumenkitzel fiel uns die Bewertung total schwer, und die beiden ersten Sippen lagen auch nur 0,02 Punkte auseinander.

Die Sippe Avalon, fleißig am Kochen.

 Schon begannen die Vorbereitungen für den nächsten Kochwettbewerb: die Sippen stellten einen Einkaufsliste und schickten je einen Pfadi zum Einkaufen. Mit Sandra fuhr ich die Kids dann (mal wieder) in den Globus, wo sich jeder einen Einkaufswagen schnappte und durch die Gänge wuselte. Währenddessen baute Simon zu Selbstversuchszweck eine Kohte komplett allein auf, die wir als Saunakohte benutzen wollten.

Als wir vom Einkaufen zurückkamen, waren die andren schon munter am Forellen ausnehmen, was wir dann auch direkt mal machten. Die stellten wir dann kühl, da wir zur Georgsmesse mussten (ich für meinen Teil noch vorher unter die Dusche… wenn man schonmal so nah an daheim is).

Nach der Messe fuhr ich zu meinem Gig in Steinbach (dazu mehr unter „…wenn man sich auf die Technik verlässt“), während die anderen ihren Fisch würzten und ins Feuer warfen.

Als ich erschöpft zurückkam, waren sie auch gerade erst beim Spülen, und dann wurde Bastian noch sein Jungpfadfinderhalstuch verliehen und die Fahne eingeholt. Die Kids waren nun im Bett, und unsere Saunakohte wurde einfach nicht warm. Was kann man dann mit seiner Zeit anfangen?? Richtig, Schabernack!! Wir entwendeten also ungefähr einen Schuh von jedem Sippling und zogen ihn an den Fahnenmast. Dazu kreierten wir Fischgrätensnacks für jede Kohte und versperrten die Eingänge (teils mit Knoten, teils aber auch mit einem Feuertisch).

Eieiei, war das am nächsten Tag ein Spaß!! Bis die mal drauf gekommen sind, wo ihre Schuhe waren! Dann ging es frohen Mutes zum letzten Kochen, wo sehr geile Hauptgerichte (zum Teil sogar unfreiwillig flambiert), und drei mal Schokofondue als Nachtisch herauskamen. Bis auf die verunglückte Pizza und den Olivenölsalat der Galahads war es mal wieder richtig lecker und keine einfache Entscheidung für uns als Jury.

Fazit: Das war mal wieder eine richtig geile Pfadfinderaktion, wenn auch sehr ermüdend. Wir haben mit 4 permanent anwesenden Gruppenleitern in 48 Stunden ungefähr 3/4 Kilo Kaffee getrunken!!! Und den verbrauchten Knoblauch hat leider keiner gezählt…





…ein Gig im Ausland

15 04 2007

Mittlerweile ist Innuendo schon zu einem internationalen Act gewachsen: gestern hatten wir ein Konzert in der Pfalz. Zusammen mit Bad Idea, Heralder und Icon spielten wir auf dem Feuerfänger Festival im Erdgeschoss in Zweibrücken.

Martin und Hannah beim Gig. Wie bei Innuendo-Gigs so üblich, hatten wir einen kurzen Soundcheck und fuhren dann ins McDonalds. Den Soundcheck hätten wir uns sparen können, denn alle Bands spielten auf den gleichen Amps, jedoch unterschiedliche Einstellungen. Mit anderen Worten: der Sound während des Gigs war nicht gerade perfekt.

Der Gig selbst jedoch war sehr viel besser als der letzte – das Publikum ging ein gutes Stück mehr ab. Auch für mich persönlich war es sehr viel besser: ich war doch schon ein gutes Stückchen sicherer in den Songs, und irgendwie hat alles viel besser gepasst. Ich habe sogar die meiste Zeit gehört was ich so spiele!!! ^^

beim Gig.

Auch der Rest des Abends war noch ganz gut, zum Teil beim Dönermann, der kein Saarländisch verstand („ich hätt geer en kläänen Döner!“) aber auch im Publikum von Bad Idea. Die waren nicht nur gute Musiker, sondern auch noch so fiese Metalheads, dass sich ihre Matte beim Bangen des Öfteren in den Mechaniken von Bass oder Gitarre verfing.





Happy Birthday Caro!!!

14 04 2007

Am Freitag lud die Caro nach Hülzweiler ins Sportlerheim. Zu Beginn konnten wir nicht anders, als ein gestelltes naturgetreues Foto zu machen, wie die angeblich so versaute Flatrate-Party-Jugend von heute feiert.

Auf Caros Party

Schon bald stieg die Zahl der anwesenden Gäste, und auch der Alkoholpegel. Der zumindest in einzelnen Fällen sogar sehr bald (nich wahr, Heinz?). Aufgrund der für April exorbitanten Temperaturen konnte man sich auch spät noch gut im Freien aufhalten – vorrausgesetzt man hat keine Angst vor Mäusen.

Um 12 war es dann soweit: Caro erlangte nun endlich den Status der Volljährigkeit – und wurde dazu beschenkt. Wir hoffen, sie hat sich über unser rätselhaftes Geschenk gefreut! ^^

Schon recht früh (2 Uhr) fuhr ich mit Lena und Tina mit dem Taxi heim. War aber echt ne gute Party!





Praktikum die 2.

11 04 2007

Mein zweiter und damit letzter Praktikumstag verlief recht unspektakulär. Ärgern hätt ich mich können über die 2 €, die ich umsonst in die Parkuhr eingeworfen habe. Das war dann aber auch schon das wichtigste, deshalb folgt direkt einmal das

RESÜMMEE

Insgesamt war das Praktikum eine sehr gute Erfahrung, die mich vor allem eines gelehrt hat: auch im Tonstudio wird nur mit Wasser gekocht. So viel professioneller als ich selbst sind die ja nun mal auch nich. Die haben halt ein gutes Stück mehr Equipment, aber wenn ich mich so gut mit der Technik auskennen würde, wäre ich durchaus in der Lage, ähnliche Resultate zu erzielen. Na das macht doch schonmal Mut für später! :-)





Praktikum die 1.

10 04 2007

Unsere Schule hatte vor den Osterferien mal Zettel ausgeteilt, wo man sich für ein Betriebspraktikum in akademischen Berufen bewerben konnte. Ich direkt mal „Tontechniker“ angegeben, im Glauben, da könne sowieso nichts vermittelt werden (von wegen nicht akademischer Beruf und so weiter). Pustekuchen, die haben da wirklich was für mich organisiert gekriegt. Aber nur zweitägig.

Um so besser, meine Hauptangst vor dem Praktikum war ja gewesen, einen Großteil meiner Ferien dafür opfern zu müssen. Also war ich dann doch recht zufrieden damit, eine Stelle bekommen zu haben, zudem mich die Sache ja wirklich total interessiert.

Nachdem ich heute erst einmal kräftig meinen Wecker überhört hatte, musste ich mich dann schon son bisschen beeilen. In Saarbrücken fand ich dann auch erstmal keinen Parkplatz, und als ich dann einen hatte, stellte ich fest, dass ich kein Münzgeld für den Parkscheinautomaten hatte. Super!! Schnell mal nen vorbeigehenden Rentner angehauen, der mir zwar nicht meinen Zehner wechseln konnte, aber dann seinen Parkschein gab, der noch eine halbe Stunde galt. Na ja, besser als nichts!

Trotz aller Verzögerung stand ich pünktlich um kurz vor zehn, wie mit Herrn Dimitrijevic abgesprochen, im Türrahmen der CAP-Studios Saarbrücken. Yeehaa! Die CAP-Studios scheinen ein recht renomiertes Studio zu sein, das sich mehr oder weniger auf Radio- und Fernsehwerbung spezialisiert hat.

Zuerst einmal wurde ich dem FOS-Praktikanten Yannic aus Elm vorgestellt, mit dem ich gleich ein bisschen ins Gespräch kam. Er kannte sogar noch jemanden vom RSG, der ein ähnliches Praktikum absolviert. Und das war – wer könnte es auch anders sein - der GÄRTNER!!!

Relativ bald wurde mir angeboten, ich könne mich zu Chris setzten. Dort schaute ich dem erst einmal ein bisschen zu, wie er mit Adobe After Effect an Werbefilmchen für ein TV-Technik-Magazin rumbastelte. Interessant, bringt mir aber wenig.

*habenwill* ^^

Deshalb fragte ich ein wenig später, ob ich mich zu einer Audioproduktion setzten könne. Also nahm ich bei Nenad Platz, der den ganzen Tag an seinem Masterpult sitzt und Radio-Werbespots zusammenschneidet. Na das war dann doch schon eher mein Ding!!

Und da war ständig was los: im Verlauf des Tages wurden 4 oder 5 Werbetexte gesprochen, wobei aber nur in einem Fall auch der Sprecher ins Studio kam. Die anderen saßen in ihrem Heimstudio und übermittelten ihr gesprochenes Wort über spezielle Geräte, die das Audiosignal in Echtzeit zu MP3 konvertierten und über ISDN nach Saarbrücken übermittelten. Sowas nennt man dann „Taxi“.

Aus dem, was er in so einer Session aufnahm, schnitt Nenad dann in Windeseile die Spots, unterlegte mit Geräuschen und Musik und mischte den ganzen Kram ab.

Fazit: War schonmal höchst interessant, da zuzuschauen. Ich freu mich schon auf morgen!!!





Baröng!!!

8 04 2007

In der letzten Woche war ich auf dem KfG (Kurs für Gildenführer). Das Hauptthema des Kurses ist die Gilde, ihre Vorteile, ihr Aufbau, ihre Funktionsweise und noch so einiges drumherum.

Natürlich war ich nicht alleine da, sondern zusammen mit Tamara und Simon aus meinem Stamm (Falke Altforweiler), Tamara und Lukas (Piraten Neuwied), Lukas (Tscherkessen Saarbrücken), Lutz und Vincent (Pilgrim Falconi Heimbach-Weis), sowie Richard und Jan (von Helfenstein Arenberg). Unsere Teamer waren Chisum, Mitsch und Tom, wobei Mitsch und Tom leider früher fahren mussten.

KeiKoKeiJuDer Kurs begann schon richtig geil: wir bekamen die Aufgabe, unsere KeiKoKeiJu (bescheuerter Name für eine Fünfblattkohte mit Seitenbahnen) einen Meter über dem Boden zu errichten. Also musste ein Podest her. Nach langem Überlegen hatten wir uns auf eine Konstruktion geeinigt, und schon bald wurden Stangen und Bretter geschleppt, gebunden, geknotet und Pfähle in die Wiese getrieben. Am frühen Abend erhob sich am Rand des Lagerplatzes nun unser riesiges Podest, das schon son bisschen einem Floß glich.

Die nächsten Tage waren erfüllt von vielen hoch theoretischen Einheiten, die aber wirklich sehr gut gestaltet waren, so dass ich mich gut konzentrieren konnte. Mittags kochten wir auf unserem Feuertisch, abends bespaßten wir die Teilnehmer des parallel stattfindenden SFT (Sippenführertraining) mit Jurtenabend inklusive Lichtspur und einem Geländespiel (natürlich alles selbst geplant!). Aus dem Schild mit der Aufschrift „Popoclub“, das Lukas zu Beginn des Kurses vor unser Zelt gestellt hatte, wurde mit der Zeit eine regelrechte Institution: wir WAREN der Popoclub, angeführt vom Hardcore-Senator, und unser Schlachtruf war BARÖNG.

Grundlegend änderte sich das Programm am Mittwoch, an dem wir nach der Morgenrunde (auch immer von uns gestaltet) auf Kundschaft gingen. Kundschaft ist eine Methode der Ranger-Rover-Stufe, in der man über ein selbst gewähltes Thema Informationen zusammenträgt und in irgend einer Form präsentiert. Aus Zeitgründen hatte unsere Kursleitung für uns das Thema „Freiheit“ gewählt und Treffen mit den verschiedensten Personen organisiert, die uns verschiedene Aspekte des Themas näher bringen sollten.

Die ersten beiden Termine waren zeitgleich, und so teilten wir uns in zwei Gruppen. Zusammen mit Tamara (Altforweiler), Simon, Richard und Jan besuchten wir das „Zentrum für Ambulante Suchtmittelhilfe“ in Koblenz. Dort wurden wir von Frau Vollmann-Muth empfangen, die uns viel über ihre Arbeit, über Suchtverhalten, und die Unfreiheit, die aus der (Drogen-) Abhängigkeit resultiert, erzählte. Der Rest vom KfG war in dieser Zeit bei den „Menschen Ohne Wohnung“, die Obdachlosen in Koblenz helfen.

Den zweiten Termin nahmen wir alle zusammen wahr. In der Caritas-Verwaltungsstelle sollten wir uns mit Schwester Dagmar Blum treffen. Wir wurden zuerst mal von Chisums Mutter begrüßt, die uns in einen Sitzungssaal mit ganz viel Kaffee und Kuchen führte - geil!!! Frau Blum war auch schon da, und nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Gespräch über Pfadfinder ging es zur Sache: Die gute Frau leistet ehrenamtlich große Arbeit für Solwodi (= Solidarity for Women in Distress), einer Organisation, die sich den Kampf gegen Zwangsprostitution auf die Fahne geschrieben hat. Sie fing dann auch bald an, ganz unvermittelt von der Koblenzer Mafia, die den Menschenhandel mit jungen Frauen aus Entwicklungsländern organisiert und diese zur Prostitution zwingt, zu erzählen. Ich und mit mir mein kompletter Kurs war total geschockt von den Abartigkeiten und Perversitäten, von denen wir hier erfuhren. So etwas Schreckliches hätte ich mir nie vorstellen können!

Einige Zeit später, als wir uns wieder einigermaßen gesammelt hatten, setzten wir uns erst einmal am Rheinufer in die Sonne, um uns über den Rest der Kundschaft und über die Art und Weise der Präsentation klar zu werden. Aber irgendwie hatten wir alle so viel Input den ganzen Tag gehabt, dass die wenigsten noch in der Lage waren, konstruktiv weiter zu arbeiten. Also kauften wir uns Verpflegung für den Abend und fuhren zum Arenberger Stammesheim. Richard hatte auch noch den Piet aus Arenberg angerufen, ob er denn vorbeikommen wollte, und so hatten wir einen recht lustigen Abend. Baröng!

Am nächsten Morgen fuhren wir wieder in die Stadt, um dort Fotos zu machen und Leute zum Thema Freiheit zu befragen. Jedes Foto bezog sich auf eine Frage über Freiheit, und da kamen schon richtig gute Ergebnisse raus. Auch die Umfrage am Bahnhof war ein voller Erfolg: bis auf ein paar genervte Leute („Was ist für Sie Freiheit??“ – „Ich hann mei Ruh un feddich“) bekamen wir doch sehr gute Antworten, zum Beispiel: „Ich bin in meinem Leben zwei Mal befreit worden: einmal durch die Absetzung Hitlers, und das andere Mal, als ich mich von meiner Frau getrennt habe.“ ;-) Generell konnte bei manchen Menschen doch sehr viel Freude feststellen darüber, dass ihnen mal jemand zuhörte. Ein recht bedepperter Mann mittleren Alters, der richtig viel erlogenen Müll zum Besten gegeben hatte, dankte uns das sogar mit frisch geklauten Bananen – schönen Dank auch! Die haben wir natürlich nicht gegessen.

Popo Club DinnerZurück auf dem Lagerplatz fassten wir unsere Erkenntnisse dann in Plakate und stellten sie abends, im Rahmen eines richtig geilen dreigängigen Dinners Chisum und Icki vor.

Erschöpft von der Kundschaft ging es dann recht spät in die KeiKoKeiJu, wo unser gerecht verdienter Schlaf jedoch von den SFT-Teamern Philipp, Benny und Schneyra unterbrochen wurde, die uns von unten ausräucherten… gar nicht nett!!!

Freitags standen noch einmal Einheiten auf dem Programm, wir erarbeiteten ein konkreten Plan, das Gildensystem in unserem Stamm zu verwirklichen, und dann ging es auch schon an den Abschlussabend. Wir hatten uns in Workshops aufgeteilt, zu denen wir die SFT- Teilnehmer hinzuzogen. Mit Richard und Vincent moderierte ich die Gruppe, in der der Gesamtablauf des Abends mit Liedauswahl und Moderation erarbeitet wurde.

Der Abschlussabend selbst war dann eine runde Sache. Besonders hervorzuheben wäre hier die Korbpolka, die nach einem etwas gezwungenen Beginn noch richtig gelöst weiterging, nicht zuletzt da die zwei Gitarren, Kazoos und Bossis Selfmade-Kontrabass richtig geile Tanzmusik aufspielten.

Lutz und Lukas beim Sack dudeln.

Samstags mussten wir dann auch schon wieder abbauen und begaben uns auf den Heimweg. Schade, es war ein richtig geiler Kurs!!!