Wie in den Jahren zuvor stelle ich natürlich auch meine 5 Lieblingsalben des gerade vergangenen Jahres vor, wie immer sehr subjektiv und ohne Reihenfolge.
Dream Theater – Black Clouds And Silver Linings (VÖ 19.6.): Wenn Dream Theater ein neues Album rausbringen, kommt das quasi automatisch in die Top 5, die Herren lassen in kompositorischer und spieltechnischer Hinsicht nämlich einfach alle anderen Bands wie Anfänger dastehen. Das neue Album bietet 6 überlange Songs, die es in sich haben. Fans von fetten Riffs, atemberaubenden Unisono-Läufen, krummen Takten und durchdachtem Songwriting werden hiermit ihren Spaß haben. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass The Count Of Tuscany eines der drei besten DT-Lieder aller Zeiten ist.
Muse – The Resistance (VÖ 11.09.): Muse haben in diesem Jahr ihr absolut bestes Werk abgeliefert. Ich will jetzt nicht lange darauf eingehen, habe ich doch schon im September eine euphorische Lobes-Rezension auf dieses geniale Album abgegeben. Und jetzt, mit ein paar Monaten Abstand, nehme ich kein bisschen davon zurück. Ganz große Musik!
Porcupine Tree – The Incident (VÖ 11.09.): Am gleichen Tag wie Muse hat noch eine andere ganz große britische Rockband ihr neues Werk veröffentlicht: Porcupine Tree. Es handelt sich um eine Doppel-CD, bestehend aus der 55-minütigen Songcollage “The Incident” und einer zweiten CD mit 4 weiteren Songs. Spätestens nach ein paar mal Hören wird klar, dass es sich hierbei vermutlich um den stärksten Output Steven Wilsons handelt. Alles wirkt durchdacht, homogen und strotzt nur so vor frischen Ideen. Die Produktion klingt wieder einmal extrem gut, sehr frisch, transparent und ganz nebenbei auch noch ziemlich fett. Erstklassiges Album!
Killswitch Engage – Killswitch Engage (VÖ 26.6.): Zugegeben, nach dem Debüt auch noch das aktuelle Album nach dem Bandnamen zu benennen, ist extrem einfallslos und kann zu einigen Verwechslungen führen. Aber die Musik ist super, wie gewohnt haben KSE einfach die besten Ideen in ihrem Genre. Die Single “Starting Over” ist ein richtiger Ohrwurm, Tracks wie “Reckoning” gehen einfach herrlich auf die Fresse und z.B. “In A Dead World” beweist dass Adam D & Co über 0815 weit hinausgehen. Hinzu kommt, dass das Album erstklassig eingespielt ist und allein wegen Drums, Vocals, Gitarre und Bass schon enorm Spaß macht.
Steven Wilson – Insurgentes (VÖ 6.3.): Mister Wilson ist gleich mit zwei Alben in dieser Liste vertreten. Sein erstes Soloalbum verbindet all das, was die Musik seiner zahlreichen Projekte ausmacht. Heraus kommen 10 sehr experimentelle Songs in den unterschiedlichsten Besetzungen und Stilrichtungen. Der abschließende Titeltrack ist zum Beispiel eine intim arrangierte Ballade, wohingegen der Opener “Harmony Korine” an Porcupine Tree mit vielen Dubs erinnert. Steven Wilson singt und spielt die meisten Instrumente, für den Rest hat er Größen wie Gavin Harrison, Tony Levin und Jordan Rudess verpflichtet, die hier erstklassige Arbeit abliefern. Das Album ist sicher nicht einfach zu hören, aber sobald man den Zugang dazu gefunden hat kann man es von vorne bis hinten genießen.
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